Die Frau ging durch den Wald. Manchmal war es so dunkel, dass sie kaum etwas erkennen konnte. Sie wusste nicht, ob sie noch auf dem richtigen Weg war. Weg wohin?, fragte sie sich und runzelte die Stirn. Das Einzige, was ihr einfiel, war „Highway to Hell“. Aber dieser Wald war kein Highway. Es war eng und dunkel.
Sie arbeitete sich mühsam durchs Unterholz, blieb stehen, um zu verschnaufen, und schaute umher. Das Einzige, was sie sehen konnte, waren dunkle Blätter, dunkle Stämme, eng beieinander.
Sie quetschte sich durch eine weitere Lücke, in der Hoffnung, dass dahinter endlich eine Lichtung auftauchen würde. Aber es gab nur weitere Blätter, Stämme, Unterholz.
Sie blieb wieder stehen, lehnte sich mit dem Rücken gegen einen der Stämme und starrte in das Dickicht. Sie wusste nicht mehr, wann sie in diesen Wald geraten war. Sie wusste nicht mehr, wann sie von der Straße abgekommen war. Sie wusste nur, dass sie jetzt hier war und es offensichtlich kein Ende gab.
Nach einiger Zeit rutschte sie mit dem Rücken an dem glatten Stamm hinunter, bis ihr Po den weichen, mit Blättern bedeckten Boden erreichte. Sie seufzte. So war es besser. Besser so, als zu stehen. Besser so, als sich durch das Dickicht zu kämpfen. Besser bleiben als gehen.
So saß sie lange. Es wurde dunkler, es wurde heller. Und wieder dunkler. Und wieder heller. Sie blieb sitzen, sie schlief, sie wachte.
Aus einem der Nickerchen wurde sie von einem Regentropfen geweckt, der ihr ins Gesicht fiel. Sie blickte nach oben und sah, wie sich die Regentropfen einen Weg durch das dichte Blätterdach bahnten und unaufhaltsam auf sie hinunterregneten.
„Ach so“, dachte sie, „so ist das also, wenn du bleibst. Es wird nass.“